Optisch betrachtet ist sie das originalgetreue transparent wirkende geistige Ebenbild einer je individuellen Person

 

 anno domini 2006  /  aktualisiert juni  2020    

*

   
               Definition der Seele
                            Entwicklungsgeschichte der Seele 
                                                Wahrheit und Wirklichkeit der Seele 
                                                                      Verhaeltnis der Seele zu Geist und Gott
                                                                                                Funktion und Aufgabe der Seele
                                                                                                                             Bedeutung der Seele in der Bibel

                                                                                                                                                           

 

 

Definition der Seele   ^

 

Seele ( griech. psyche, lat. anima, hebr. ruach, das deutsche Wort vielleicht vom germanischen "saiwolo" = von dem ewigen See herkommende, auch entsprechend dem engl. soul )

Schlaegt man des Weiteren den Begriff im Woerterbuch nach, so wird dort die Seele zum einen als das Gemuet sowie auch zum anderen als das Unsterbliche erklaert. Das Gemuet, welches man besser direkt so und nicht als Seele benennen sollte, taugt hier deshalb nicht fuer eine Begriffserklaerung. Zutreffend ist aber sicherlich "das Unsterbliche", das uns bestenfalls eine Ahnung vermittelt, dass es sich um etwas handeln muss, das eigentlich nicht zu erklaeren ist, weil wir ja immer nur die raumzeitlich eingegrenzte Welt in ihrer Vergaenglichkeit als Sterblichkeit kennen. Unsterblichem Leben begegnet man gewoehnlich in der alles dahinraffenden Zeit nicht, weswegen man sich dann ebenso gewoehnlich davon auch keinerlei Vorstellung machen kann.

In der Psychologie begreift man die menschliche Seele vollkommen zurecht als geistige Person, insofern sich dies ohne weiteres mit der Wirklichkeit zur Deckung bringen laesst. Die Person wiederum ist ein um sich selbst bewusstes Wesen, was bedeutet, dass es sich selbst denken sowie sprechen kann. Von daher kommt allein dem Menschen mit seinem Ich-Bewusstsein zu einer individuellen Person eine derartige Seele zu. Dadurch nun, dass Geist nicht den Gesetzen von Zeit und Raum mit all seiner Vergaenglichkeit unterliegt, kann die Seele als geistige Person auch nicht sterblich sein. Durchaus vergleichbar beispielsweise mit einem Speicher- oder auch Backup-Programm, welches virtuell weder vergeht noch stirbt. Vergaenglich ist ja immer nur der raumzeitliche Datentraeger, doch niemals die Informationen bzw. das Programm sowie die von ihm gespeicherten Daten, die nach Bedarf immer wieder auf neue Medien und Speicher uebertragen werden koennen. An dieser Stelle sind wir bei dem mechanischen Prinzip als einem Grundsatz oder auch einer Gesetzmaessigkeit angelangt, was zugleich auch der Seele anhaftet, insoweit wir sie in ihrer Speicherfunktion als unser ureigenstes Lebens- oder Seinsprinzip zu verstehen haben.

Doch ist auch das schon wieder fuer sich selbst erklaerungsbeduerftig. Sehr vereinfacht gesagt sind wir das, was wir in unserer nur kurzen Lebensspanne aus uns und unserem Leben machen. Das heisst, wir koennen uns waehrend unserer aeusserst knapp bemessenen Lebenszeit zu etwas Bestimmtem formen, was wir vorher nicht waren, indem wir da z.B. geistseelisch ueber uns selbst hinauswachsen. Denn als selbstbestimmte Ich-Wesen vermoegen wir unserem Leben eine bevorzugte Richtung und einen erwaehlten Sinn zu geben. Dabei koennen wir nach Hoeherem streben, sowie hierfuer sogar einen richtenden Stand gegen uns selbst einnehmen, um uns dabei als Individuum nach eigenem Wunsch und Willen umzugestalten. Aus der blossen Anlage eines einfachen Basistyps wurde sozusagen am Ende ein Komfortmodell mit Guetesiegel. Hoechstes erreichbares Ziel ist die Selbsthingabe an das Universum, womit man quasi in den Urgrund des Universums eintaucht, und sich in ihm spiegelnd kosmische Dimension erlangt. Dann vergegenstaendlicht die Seele die komplette Lebensspanne zu einer sich mit dem Universum deckenden vollendeten geistig spirituellen Person. Solange aber die Person in ihrer geistseelischen Anlage verharrend nichts aus sich macht, und damit ihr anlagegemaess erreichbares Ziel verfehlt, vergegenstaendlicht deren Seele als ein gewissermassen in sich selbst steckengebliebener Lebenslauf eine entsprechend unvollendet gebliebene Person.

Zusammenfassend definiert sich die Seele als eine Verkoerperung der vollstaendig gelebten Lebensspanne zu einer von Geburt bis Tod alles beinhaltenden unsterblichen Wesensgestalt. Allerdings abhaengig davon sowie gekennzeichnet dadurch, was das jeweilige Individuum in seiner Eigenschaft als in Raum und Zeit wandelbare Person - fuer sein entsprechend relatives Bewusstsein von sich selbst - darin verwirklichen konnte. Das kann je nachdem die komplette Bandbreite umfangend sowohl Himmel als auch Hoelle sein, insoweit da die Seele als eben ueberzeitliche Wesensgestalt den Blick auf sich selbst fuer eine schonungslose kritische Selbstbetrachtung freigibt. Wenn sodann das Ergebnis nicht positiv ist, oder zumindest zufriedenstellt, wird bei hier nicht mehr moeglicher Korrektur der Kummer oder aber das Glueck zum unabaenderlich ewigen Seelenzustand.

Der Unterschied der menschlichen Seele zur ebenfalls aber doch ganz anders beseelten Flora und Fauna besteht in einer alles entscheidenden Verfuegungsgewalt des Menschen ueber sich selbst sowie auch sein Schicksal. Insofern es in zahlreichen Faellen darum geht, ein schweres von Leiden und Qualen gekennzeichnetes Dasein meisternd ueber die Runden zu bringen. Die Relativitaet gibt hierbei das Mass vor. Das bedeutet nun, dass die Aufgabenstellung ausnahmslos direkt an die individuellen Moeglichkeiten gekoppelt ist. Doch mehr dazu im letzten Abschnitt ueber die Funktion und Aufgabe der Seele.

 

 

 

 

Entwicklungsgeschichte der Seele   ^

 

Wann denn zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte ein Hominide die Seele eines anderen Hominiden zu Gesicht bekam, laesst sich naturgemaess im Nachhinein nicht bestimmen. Ebenso laesst sich nicht feststellen, ob die fruehmenschlich aufgekeimte Idee eines Weiterlebens nach dem Tode auf Sichtung einer Seele beruht hatte. Wir muessen aber ganz zwingend davon ausgehen, dass die Entwicklungslinie der menschlichen Seele im direkten Gleichklang mit der Entwicklung des spirituellen Ich-Bewusstseins sowie seines Gehirns vonstatten gegangen war. In just jenem Moment, in welchem ein frueher Mensch wohl zum ersten Mal das Wort "Ich" denken und auch sprechen konnte, duerfte vermutlich die Geburtsstunde der menschlichen Seele anzusiedeln sein. Denn mit dem Ich ist ja zugleich auch das Du verknuepft, was es dem fruehen Menschen ermoeglichte, jene natuerlichen Schranken seines Ichs auf das Du hin zu ueberwinden. Die Selbstueberwindungsfaehigkeit wird somit zum Grundmerkmal menschlicher Seelenqualitaet, wodurch sich der Mensch von dem Zeitpunkt an von allen sonstigen Naturbeseeltheiten abgesetzt hatte. Die Entstehung von Kultur und Zivilisation sowie auch Spiritualitaet erfuhr in der spirituellen Selbstwahrnehmung ihren Ausloeser, als ja zum aeltesten Kulturgut die zeremonielle Bestattung der Toten gehoert.

In der die Evolution antreibenden wechselseitigen Bedingung von Materie und Geist schuf sich der Geist sein Gehirn. Jedoch auch umgekehrt das Gehirn in wechselseitiger Bedingung seinen Geist, weshalb die geistigen Faehigkeiten kritischer Selbstwahrnehmung in das Erbgut eingeflossen und genetisches Programm geworden waren. Die Seele wurde dadurch auf ganz natuerlichem biologischen Wege zum Gemeingut der menschlichen Spezies. Eine bemerkenswerte Besonderheit besteht jedoch darin, dass die Seele erst mit einem allerersten selbststaendigen Atemzug des Neugeborenen dann existent werdend in Erscheinung tritt. Vorher war sie ganz einfach nicht vorhanden gewesen, insoweit der vorgeburtliche Foetus noch zum Leib der Mutter gehoerte, und die Seele eine Doppel- und Mehrfachbelegung bzw. Ueberlagerungen nicht zulaesst. Der Lebenslauf der Person kann ausserdem erst nach der Geburt mit dem ersten selbststaendigen Atemzug beginnen, welcher in den ersten Schrei des Neugeborenen muendet. Da ist es dann ganz gewiss kein Zufall, dass sich hier "die Person" vom lateinischen "personare"  (= durchtoenen ) herleitet, auf dass zur Existenz einer Person zwingend ihre erste Lautaeusserung gehoert. Wo es noch keinen stimmlichen Laut gegeben hat, da ist demzufolge auch keine Seele existent geworden, und keinerlei Person hat gelebt. Von daher ist es ergo der Lebenslauf, mit dessen Beginn die Seele erscheint, und mit dessen Ende die Seele ihre individuelle Ausformung erfahren hat.

Insoweit die Schoepfung zu einem Kreislauf besteht, der Kreis von seiner Selbstschnittstelle des Anfangs und Endes zu einem Selbst verkoerpert wird, besitzt der Kreis ueber sein Selbst eine Seele. Denn es findet da ein Lauf von Anfang bis Ende des Kreises statt, welcher vom Selbst vergegenstaendlicht wird. Die von Anfang bis Ende waehrende Schoepfung besteht somit als Seele ihres schnittpunktuellen Selbst. Von daher ist die Natur grundsaetzlich als evolutives Ganzes beseelt. Dabei hat das einzelne Lebewesen in einer evolutiven von 0 bis 100 % reichenden Seelenskala entsprechend seinem biologischen Entwicklungsstand, oder Artenstatus, eine anfangsgemaess primitive Einheitsseele, oder aber endgemaess komplexe Individualseele. Waehrend noch im Tierreich die aus der Psychologie bekannte Gruppenseele mit nur geringem Individualunterschied vorherrscht, besitzt das menschliche Individuum dank seiner neuronalen Potenz sofort die am hoechsten dimensionierte Individualseele. Mit ihr als ein anlagegemaesses Fundament ist dann der volle Zugriff auf das je eigene Leben und Schicksal verwirklichbares Programm. Die mit der geistseelischen Faehigkeit einhergehende Wahlfreiheit - entsprechend dem Wunsch und Willen - ist deswegen gemessen an der Verwirklichung des von der Evolution vorgegebenen Programms entweder Segen oder Fluch.

Wir koennen nunmehr davon ausgehen, dass bei einer Bewertung der Chancengleichheit des menschlichen Individuums hinsichtlich der Verwirklichung seiner geistseelischen Anlage, keinerlei Unterschiede vorhanden sind. Es ist hier wie mit dem schon sattsam bekannten Beispiel eines grossen Messers. Das kann sowohl zum Brotschneiden als auch zum Toeten gebraucht werden. Alles, aber auch wirklich alles kann sowohl Segen als auch Fluch sein. Das prinzipiell auf Polaritaet beruhende Dasein findet sich zugleich im Kleinsten wie auch im Groessten. Keiner hat deswegen von vornherein die Weisheit dies zu durchschauen sowie das programmatisch Richtige zu tun. Wir fangen aufgrund dessen alle sozusagen immer bei Null an, und versagen zunaechst in der geistseelischen Anforderung  unserer Anlage, indem wir leider das Falsche waehlen und auch tun. Wir waeren aber nicht eben dieses hoechstbegabte Wesen der Schoepfung, wenn es uns nicht gelaenge, im Gegenzug unser systemisch anfaengliches Totalversagen ins Positive zu wenden, und so am Zeitweltende doch noch unserem Selbstprogramm der Seele zum Sieg verholfen zu haben.

 

 

 

 

Wahrheit und Wirklichkeit der Seele   ^

 

Ein jeder, der bereits einmal in einer der ganz seltenen Geistesoeffnungen die Seele eines lebenden Menschen zu Gesicht bekommen hatte, der sah: Sie ist das originalgetreue funkelnd strahlende geistige sowie deshalb transparent wirkende Abbild der jeweiligen betreffenden Person. 

Das funkelnde Strahlen ist ein Phaenomen des Unterschiedes von Licht und Finsternis. Praktisches Beispiel: Tritt man nach wochenlangem Aufenthalt etwa aus einer lichtlos finsteren Hoehle an das Tageslicht, so ist man vom Licht umstrahlt geblendet. Befindet man sich aber immer nur im Tageslicht, gibt es diesen Effekt nicht. Die lichte Transparenz oder der Durchscheineffekt der Seele kommt offenbar dadurch zustande, dass sie als eine Art Verdichtung des gesamten raumzeitlich koerperlichen Lebens eine infolgedessen ueberzeitliche Gestalt bildet. Vergleichbar in etwa mit einer Sammellinse, die saemtliche einfallenden und fuer sich selbst genommen unsichtbar dunklen Lichtstrahlen im lichten Brennpunkt fokussiert. Ein jeder Moment unseres raumzeitlichen Lebens ist fuer sich selbst betrachtet dunkel, aber die Bandbreite unseres kompletten Lebens in und zu einer individuellen reflexen Wesensgestalt verdichtet, laesst sie fuer uns - als immer nur an einem dunklen Punkt des Zeitbandes Befindliche - funkelnd erstrahlen.

Sind wir aber mit der Seele ohne Dunkelheit auf gleicher lichter Ebene, dann ist das Funkelstrahlen weg, und die Seele erscheint da wie oben deutlich dargestellt (oder besser noch auf dem Poster ganz unten) als eine Art milchiger - auch neblig oder rauchartig - erscheinender Glaskoerper. Diese gesamtzeitliche Verdichtung zu einem Lichtkoerper ist somit der Grund, warum die Seele weder Kind noch Greis sondern immer, in einer Art formaler Altersdurchschnitt, dann jugendlicher Erwachsener ist. Bei der immer wieder auftauchenden Frage, welches Lebensalter wir in jener Ewigkeitswelt haben werden, ist somit auf dieses vom Durchschnitt gepraegte Idealalter der Seele zu verweisen. Sie wird in ihrer der zeitlichen Welt entlehnten raumzeitlichen Ausdehnung zu unserer ureigensten persoenlichen Welt, in welcher wir nach dem Ende der Zeitwelt zeiterfuellt vollendet als Summe unserer selbst ewig existieren koennen.

Eine reale Analogie zum Erscheinungsbild der jugendlichen Seele bietet das biogenetische Programm, das den voll entwickelten individuellen Menschen zu seinem Planziel hat. Sowohl Baby als auch Greis sind dabei nur die durch natuerliche Zeiteingrenzung bedingten Anfangs- und Endmarkierungen der programmatisch voll zu entwickelnden menschlichen Plangestalt.

Die Existenz der Seele steht fuer all diejenigen ausser Frage, die ihr wie eingangs beschrieben schon einmal ueber eine der sehr seltenen Geistoeffnung unverhofft begegnet waren. Dadurch, dass sie als spirituelles aber originalgetreues Abbild der raumzeitlichen individuellen Existenz entsprechend einmalig ist, kann es auch nach dem Tode dann grundsaetzlich keine wie auch immer geartete Reinkarnation der Seele in einem anderen neuen raumzeitlich koerperlichen Leben geben. Die fernoestliche Reinkarnationstheorie, mit einer da stattfindenden Seelenwanderung, ist ein Produkt menschlich weitschweifender Fantasie, und hat keine reale Grundlage. Diese Idee wurde in der fruehmenschlichen Vorzeit aus den Unzulaenglichkeiten unseres zeitlich begrenzt toedlichen Daseins geboren ( vgl. Reinkarnation ). Sie hat bis zum heutigen Tage ihre unbedarft blauaeugigen Anhaenger in den fernoestlichen Religionen und Heilslehren. Denn man kann die Seele nicht wie ein materielles Objekt fotografieren, um anhand einiger objektiver Fotos der Welt ihre individuelle Einmaligkeit, und damit zugleich die Einmaligkeit des jeweiligen individuellen Lebens, zu beweisen. Fuer all diejenigen, welche noch nie eine spirituelle Seelenschau erlebt hatten, bleibt bis dahin einzig die glaubende Annahme, oder aber unglaeubige Verwerfung entsprechender subjektiver Erfahrungsberichte. Dabei erscheint ersteres sehr viel  klueger zu sein, um nicht quasi am Ende aus allen Wolken zu fallen, mit der bitteren Erkenntnis, einmalig wertvolle Lebenszeit fuer eine spirituelle Selbstverwirklichung nutzlos oder gar kontraproduktiv vertan zu haben.

Aus seinem Leben etwas zu machen, das heisst in weiser Voraussicht immer, aus sich selbst etwas zu machen. Und das wiederum heisst, die eigene Seele zu Bestmoeglichem zu gestalten, denn sie allein ist absolut alles was wir haben. Weil nur sie als Lebensprinzip und ein Raum und Zeit uebergreifendes Bewusstsein von uns selbst, eben damit den Raum und die Zeit zu ueberdauern vermag.

 

 

 

 

Verhaeltnis der Seele zu Geist und Gott   ^

 

Die ueberkommenen Vorstellungen von der Wanderung einer Seele von einem Koerper zum naechsten, sind so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst, seit ein allererster Mensch sich ueberhaupt eine Seele zu denken oder vorzustellen vermochte. Doch kollidiert diese These sowohl mit der Idee von einem alles beherrschenden und lenkenden Gott, als auch mit der freien Selbstverantwortung des individuellen menschlichen Geistes.

Mit der Verifizierbarkeit der Seele, bzw. ihrer erlebbaren Wahrheit und Wirklichkeit, etwa durch innere oder aeussere Wahrnehmung, ergibt sich da ein direkter Hinweis auf die Existenz eines Welturhebers, als universale alles beherrschende geistige Ueberperson. Dadurch nun, dass der materielle Koerper sowie das immaterielle Bewusstsein des Menschen zu einer Einheit verschmolzen ein geistiges Abbild von ihm entstehen laesst, das sich als eigenstaendiges Medium bzw. Seele erkennen laesst, die wiederum entsprechend ihrer Geistigkeit nicht der raumzeitlich materiellen Vergaenglichkeit unterliegt, ist zwingend auf eine die Menschheit uebergreifende universale Weltseele zu schliessen. Denn wenn es einem Menschen ueber seine spirituelle Seele gelaenge mit einer deswegen moeglichen universalen Vereinheitlichung, das All in sich selbst zu installieren, so waere dies zugleich der Anfang und das Ende des Universums in einem Nullpunkt. Und der auf diese Weise zur Weltseele Gewordene waere der universale Gott dieses Universums. Dass dies alles nicht nur graue Theorie sondern im Gegenteil die Wirklichkeit sein muss, das koennen wir den biblischen Ueberlieferungen entnehmen, in denen sich viele dazu passende Passagen finden.

Die Tatsache also, dass die Seele nicht nur geistiges Lebensprinzip ist, sondern auch raumzeituebergreifendes Abbild des raumzeitlichen Koerpers, fuehrt uns zu der gewichtigen Frage, ob sie sich dann in einem eigenen geistigen Raum befindet. Doch ist sie nicht isoliert und separat von ihrem raumzeitlich materiellen Koerper, sondern deckt sich mit ihm auf einer raumzeitlichen Ebene wohl in der Art eines elektrischen Feldes. Indem das raumzeitliche Universum auf seiner Kehrseite ohne Raum und ohne Zeit in der mysterioesen Gestalt eines alles beinhaltenden Nullpunktes besteht, und seine beiden Kehrseiten die einzige - daher "uni-versale" - Welt bilden, wird klar, dass generell kein Ausserhalb des Universums gegeben sein kann. Dann befindet sich auch die Seele zu ihrer Zeit an ihrem Ort im Universum als die jeweilige Person, welche sie geistig abbildet. Mit Geburt und Tod des Menschen wird ein mit der Lebensspanne sich deckender Lebensraum abgesteckt, der als Seele dem Menschen ein todenthobenes Leben innerhalb von sich selbst in den Grenzen seiner selbst ermoeglicht.

Infolge ihrer raumzeitlosen Geistigkeit ist die Seele sowohl in der Zeitwelt als auch noch nach deren Verlassen beim direkten Uebertritt in die Ewigkeitswelt geistigen Einfluessen anderer Seelen ausgesetzt. Insbesondere von den an sich selbst gescheiterten Seelen. Entsprechend unseren Erfahrungen im Hier und Jetzt mit unserer Umwelt, die ja in staendigem Kontakt und Austausch mit uns steht. Wir koennen uns all dem weder entziehen, noch wollen wir das, weil wir da fuer unsere Existenz zwingend auf ein Miteinander und die Unterschiede von allem angewiesen sind. Unser aller Fortkommen und Wohlergehen haengen in jeder Hinsicht stark davon ab, dass wir auch Gueter und Erfahrungen von woanders her beziehen koennen. Doch was als Existenzgrundlage so bitter benoetigt wird, das kann auch zum Einfallstor fuer Bedrohungen und Angriffe werden. Da ist es ganz gewiss kein Zufall, dass in der Paradiesgeschichte sich der Angreifer tarnt, sowie mit suesslicher Stimme und verlockenden Worten sein Opfer umgarnt, um es dann wie eine gefraessige Spinne im entscheidenden Moment der Abwehrlosigkeit zu toeten und sich einzuverleiben. 

Das Fressen und Gefressenwerden vollzieht sich auch auf geistiger Ebene, und ist Grundlage der zeitweltlich auch geistigen Evolution, und damit prinzipiell sinnvoll.

Tho 060)  Da war einer aus Samarien, der ein Lamm mit sich trug und nach Judaea ging. Jesus fragte nun seine Juenger: Was will der mit dem Lamm? Sie antworteten ihm: Es schlachten und essen. Er aber entgegnete ihnen: Solange es lebt, wird er es nicht essen. Doch erst dann, wenn er es toetet, und es eine Leiche geworden ist. Und sie sagten: Anders wird er es nicht machen koennen! Daraufhin sprach er zu ihnen: Sucht auch ihr einen Ort, um auszuruhen, damit ihr keine Leichname werdet, und man euch verspeist! 

Wer sich darauf nicht einstellt, der wird gefressen, sowie damit bildlich gesprochen zu eben jenem brennenden Monster, von dem er gefressen wurde. Er sucht jetzt seinerseits verbrennend geeignete Opfer zur Loeschung seines Brandes. Hierbei versteht sich von selbst, dass die Seele desjenigen zu einem kranken Zerrbild seiner selbst verkommen ist.

Tho 007)  Jesus: Selig ist der Loewe, den der Mensch isst. Dadurch wird der Loewe Mensch. Aber elend ist der Mensch, den der Loewe frisst. Dadurch wird der Mensch zum Loewen

Die allgemein bekannten Graf-Drakula- und Vampirgeschichten duerften zweifellos hier ihren Ursprung haben. Die Seele, welche sich gegen die zerstoererischen aeusseren Einfluesse nicht wirksam abzuschotten sowie zu verteidigen wusste, die geht daher fuer sich selbst genommen in einem sie beherrschenden und zerstoerenden Unwesen auf. Deswegen gilt es fuer alle die Zeit zu nutzen, und sich mit dem Glauben an Gott den Herrn ein unschlagbares Abwehrprogramm zuzulegen, um dann im fuer jeden kommenden alles entscheidenden Moment den Feind zurueckschlagen zu koennen. 

Das alles muss leider so sein und macht Sinn, weil das Dasein ein kreisfoermig in sich geschlossenes System ist, das dadurch zwingend auf innere Polaritaet angewiesen ist. An dieser Polaritaet hat jeder teil, und zu dieser Polaritaet hat jeder beizutragen. Dabei liegt es ergo in der Hand eines jeden, sich entweder fuer den einen, oder aber den anderen Pol zu entscheiden, um entweder ein lebender Toter (satanisches Zeitwesen) oder ein toter Lebendiger (goettliches Ewigkeitswesen) zu sein.

 

 

 

 

Funktion und Aufgabe der Seele   ^

 

Die schon vorgenannte Tatsache, dass unsere Seele nicht nur ein geistiges Lebensprinzip ist, sondern vielmehr ein raumzeituebergreifendes Abbild des raumzeitlichen Koerpers, dies fuehrt uns nun zu ihrer Funktion und Aufgabe. Mit einer Aussage etwa wie: "die Unsterblichkeit zu sichern" ist es natuerlich nicht getan, solange nicht gleichzeitig klar ist, wie, wo sowie in welcher Weise die Unsterblichkeit zu leben waere. Wir kennen zunaechst immer nur unser raumzeitliches Dasein im materiellen Leib, und wissen somit instinktiv, dass dank unserer enormen geistigen Faehigkeiten jede andere denkbare Daseinsform nicht besser sein kann, sondern ganz im Gegenteil eher schlechter sein muss. Natuerlich immer vorausgesetzt, wir sind rundum gesund und zufrieden mit uns, und uns geht es auch sonst in jeder Hinsicht gut. Dass alles noch sehr viel besser sein kann als es ist, das ist auch jedem klar, indem das Streben nach dem Glueck in einer nach oben offenen Skala nie zur Ruhe kommen kann. Und die Erlangung des hoechsten erlebbaren Gluecks - dies weiss man inzwischen sehr genau -  fuehrt unmittelbar zum Herzstillstand, sodass davor zu warnen waere.

Geht man von der Unsterblichkeit der spirituellen Seele aus, weil sie in ihrem raumzeitlichen Uebergriff nicht den raumzeitlichen Bedingungen des Werdens und Vergehens ausgesetzt sein kann, dann muss ihre Aufgabe ihre Selbstvollendung sein. Dafuer kann sie sich ihren raumzeitlichen Wandel im sterblichen Koerper zunutze machen. So ist nicht schwer zu verstehen, dass fuer eine menschliche Einzelseele die Selbstvollendung nur in einer das All spiegelnden Vereinheitlichung liegen kann. Denn damit wird sie zur ureigensten personalen Welt oder zum individuellen Universum. Diese neu entstandene Privatwelt ist nur noch durch eine Untreue der Seele sich selbst gegenueber zu zerstoeren. Das waere insoweit moeglich, wenn sie nach Ableben des raumzeitlichen Leibes einem fremden nicht sich selbst zugehoerigen Impuls folgen wuerde. Der wuerde sodann einen sich potenzierenden Zerstoerungsprozess in Gang setzen, an dessen Ende die neu entstandene Welt sogleich wieder am eigenen Unvermoegen einer mangelnden Selbst- und Fremdunterscheidung gescheitert und untergegangen waere. Gewissermassen einmal einen satanisch toedlichen Virus eingefangen, beginnt alsdann das grausame Zerstoerungswerk unaufhaltsam rasch bis zur voelligen Aufloesung des betroffenen Korpus. Mit dem Effekt eines in solcher Zerstoertheit zu lebenden Todes. 

(Biblische Entsprechungen: = lebender Toter, = satanisches Zeitwesen. / Gegensatz: = toter Lebendiger, = Auferstehung, = goettliches Ewigkeitswesen.)

Die Paradiesgeschichte symbolisiert einen solchen Fall; oder auch christliche Ueberlieferungen, dass die Seele nach dem Tod des Leibes nicht unangreifbar ist, bzw. ihre Lebensqualitaet bis auf einen klaeglichen minimalen Restbestand vernichtet werden kann. Wenn es also in Bibelversen da und dort heisst, dass es darauf ankommen muss die Seele lebendig oder am Leben zu erhalten, dann darf hier die Seele unmittelbar nach dem Tod des zeitlichen Leibes einzig sich selbst und keinesfalls einem fremden Impuls (Satan) folgen. Das schafft allerdings nur die Seele, welche waehrend ihrer raumzeitlichen Lebensdauer "selbst und fremd" zu unterscheiden gelernt hatte. Dabei stand Gott fuer selbst, und Satan fuer fremd. Einzigst zusammen mit Gottes Geist gelingt in Raum und Zeit die Erkenntnis des eigenen Selbst, mit welcher man wiederum nach Ableben des Leibes das fremde Nichtselbst bzw. Satan zu erkennen, zu unterscheiden, sowie damit erfolgreich abzuweisen vermag.

Die geistige Vergegenstaendlichung des Lebenslaufes - zu einer entsprechend individuellen Wesensgestalt als Seele - bedeutet, dass die Seele als eine Art ueberzeitliches Speichermedium funktioniert. Alles was in ihr zu Lebzeiten an direkt die Person betreffenden Geschehnissen und Ergebnissen abgespeichert worden war, das bildet ihre je eigene Selbst-Welt als ihr verfuegbares Potenzial. Mit ihm kann sich der Mensch in der Ewigkeit entsprechend einrichten. Sozusagen der Daten- und Programmbestand bildet seinen ureigensten Lebensraum, in dem er sich zu bewegen vermag. Himmel und Hoelle sind dann keine befohlenen Zuweisungen Gottes, sondern eben das Endergebnis eines klug oder einfaeltig gelenkten selbstverantwortlichen Lebenslaufes. Vergleichbar in etwa mit dem Unterschied in der Lebensfuehrung eines gesunden und darum erfolgreichen Sportlers zu einem kranken und darum erfolglosen Drogensuechtigen. Wenn man weiss, welche Funktion die Seele ausuebt, dann ist auch klar, was deren Aufgabe sein muss. Zunaechst ist es Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Einzelnen, sein Leben positiv anzugehen, sowie aus seinen Faehigkeiten und Moeglichkeiten das Beste zu machen. Dies schliesst naturgemaess ein Streben nach existenzieller Wahrheit und Erkenntnis mit ein, sodass sich hier eine entsprechende spirituelle Entwicklung bzw. Privatevolution vollziehen kann. In der zeitlichen Begegnung mit dem HERRN ist schliesslich jener Hoehepunkt im Leben erreicht, woraus Person und Seele ihre Vollendung zur Vollkommenheit zu ziehen vermochten.

 

 

 

 

Bedeutung der Seele in der Bibel   ^

 

In der Bibel nimmt die Seele naturgemaess den wichtigsten Stellenwert bei der Existenz des Menschen ein. Dabei ergeben sich aus den Texten fuer das aus der Sicht des Herrn erforderliche Verstaendnis der Seele zwoelf nachstehend aufgezaehlte Gesichtspunkte. Einzig in solch umfassender Darlegung laesst sich das Spektrum des Verkuendeten erschliessen. Ansonsten waeren fatale Missdeutungen und Verkuerzungen unvermeidlich. Nach jedem der biblischen Aspekte erfolgt daher zum besseren Verstehen ein kurzer Kommentar.

 

 

 

 

01. Alles tierische Leben ist beseelt   ^

 

1Mo 1,30 aber allen Tieren der Erde und allen Voegeln des Himmels und allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe ich alles gruene Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also.
1Mo 9,4 Nur esset das Fleisch nicht, waehrend seine Seele, sein Blut, noch in ihm ist!
1Mo 9,5 Fuer euer Blut aber, fuer eure Seelen, will ich Rechenschaft fordern, von der Hand aller Tiere will ich sie fordern und von des Menschen Hand, von seines Bruders Hand will ich des Menschen Seele fordern.
3Mo 17,11 denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Suehne zu erwirken fuer eure Seelen. Denn das Blut ist es, das Suehne erwirkt durch die [in ihm wohnende] Seele.
3Mo 17,12 Darum habe ich den Kindern Israel gesagt: Keine Seele unter euch soll Blut essen; auch kein Fremdling unter euch soll Blut essen.
3Mo 17,14 denn alles Fleisches Seele ist sein Blut; es ist mit seiner Seele verbunden. Darum habe ich den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Fleisches Blut essen; denn alles Fleisches Seele ist sein Blut. Wer es aber isst, der soll ausgerottet werden.

Mit den vorstehenden Versen wird klargestellt, dass alles tierische Leben beseelt ist. Als Kennzeichen dafuer dient hier das zirkulierende Blut, insoweit ohne Blutkreislauf kein organisches Leben moeglich ist. Und indem das Blut zum Symbol des Lebens erhoben wird, das Leben selbst als hoechst verehrungswuerdige Beseeltheit gilt, werden Blut und Beseeltheit aneinander gekoppelt. Da nun diese ungegenstaendliche Beseeltheit zu ehren ist, kann dies einzigst dadurch geleistet werden, dass man sich allem Fleisch und Blut enthaltend vegetarisch ernaehrt. Insbesondere jedoch sind Blut und Blutprodukte strikt tabu, um allem Lebendigen den gebuehrenden Respekt zu zollen.

Die Seele in Verbindung mit dem Blut hat hier die Bedeutung von tierischer Beseeltheit, im Unterschied zur Seele des Menschen. Denn dessen Seele ist durch die quasi programmatische Selbsteinhauchung Gottes somit gottebenbildliche geistige Person. Um nun der Aufgabe und Verantwortung sich selbst gegenueber - als einer gottebenbildlichen geistigen Person - gerecht werden zu koennen, ist die Einhaltung des Blut-Tabus ein erster wichtiger Schritt.

 

 

 

 

02. Des Menschen Seele ist gottebenbildlich   ^

 

1Mo 2,7 Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und also ward der Mensch eine lebendige Seele.

Durch Gottes persoenliche Atemeinhauchung (Das Symbol fuer die Ebenbildlichkeit) nimmt der Mensch in der Schoepfung eine vom Tierreich abgehobene Sonderstellung ein. Denn mit der Atemuebertragung wird da eine Seelenuebertragung symbolisiert. Und indem stets nur ein Luft benoetigendes Geschoepf dieses Planeten Erde atmen kann, ist mit Gottes Atem zugleich ausgesagt, dass es sich demzufolge beim Herrn um einen Schoepfer-Menschen handelt. Weil also der andere (geschoepfliche) Mensch seine Seele direkt vom Schoepfer-Menschen erhielt, ergibt sich der Logik nach, dass wenn der Mensch gottebenbildlich ist, sodann umgekehrt Gott auch menschenebenbildlich sein muss. Was ebenso logisch einen Kreislauf mit einem geschoepflichen Anfang sowie einem schoepferischen Ende anzeigt. Dass dies keine falschen sondern die richtigen Schlussfolgerungen sind, das zeigen die nachstehenden Verse ueber die Seele des HERRN.

 

 

 

 

03. Auch der Herr besitzt eine Seele   ^

 

3Mo 26,11 Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verwerfen:
3Mo 26,30 Und ich will eure Hoehen vertilgen und eure Sonnensaeulen abhauen und eure Leichname auf die Leichname eurer Goetzen werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen.
1Sam 1,26 Und sie sprach: Ach, mein Herr, so wahr deine Seele lebt; mein Herr, ich bin das Weib, das hier bei dir stand und den HERRN bat.
Jer 5,9 Sollte ich solches ungestraft lassen, spricht der HERR, und sollte sich meine Seele an einem solchen Volke nicht raechen?
Jer 5,29 Sollte ich solches ungestraft lassen? spricht der HERR. Sollte sich meine Seele an einem solchen Volke nicht raechen?
Jer 6,8 Las dich warnen, Jerusalem, damit sich meine Seele nicht ganz von dir entfremde, dass ich dich nicht zur Wueste mache, zu einem unbewohnten Lande!
Je 9,8 Sollte ich sie um dergleichen Dinge willen nicht strafen? spricht der HERR. Und sollte sich meine Seele an einem solchen Volke nicht raechen?
Spr 3,22 Sie werden deiner Seele zum Leben dienen und zum Schmuck deinem Hals.
Spr 6,16 Diese sechs [Stuecke] hasst der HERR, und sieben sind seiner Seele ein Graeuel:
Jes 42,1 Siehe, das ist mein Knecht, auf den ich mich verlassen kann, mein Auserwaehlter, an welchem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt; er wird das Recht zu den Voelkern hinaustragen.
Mt 12,18 «Siehe, mein Knecht, den ich erwaehlt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Heiden das Recht verkuendigen.

Die Seele steht wie schon beim Menschen auch hier beim Herrn fuer die geistige Person. Sowie damit, dass die Seele ein gelebtes Leben bzw. einen Lebenslauf verkoerpert, ist auch von diesem Merkmal her klar, dass es sich beim HERRN, dem allmaechtigen Gott, um eben den zentralen fuer die Menschheit insgesamt stehenden Menschen handeln muss. Gut zu verstehen ist dies alles nur, wenn man sich stets vergegenwaertigt, dass die Schoepfung zu einem zeitlichen Kreislauf besteht, worin sein Anfang und Ende in einer dann ueberzeitlichen Schnittstelle zusammenfallen, dem in der Genesis so genannten Garten Eden. Das universale Selbst ist sodann als Adam einerseits sowohl anfangsgemaess erstes suendiges Kindgeschoepf, als auch andererseits endgemaess letzter suendlos heiliger Schoepfervater in Einem, entsprechend der Einheit allen Daseins zu einem Einzigen und Ganzen.

 

 

 

 

04. Alle Seelen gehoeren dem Herrn   ^

 

1Mo 32,31 Jakob aber nannte den Ort Pniel; denn er sprach: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!
3Mo 19,28 Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leibe machen fuer eine [abgeschiedene] Seele und sollt euch nicht taetowieren! Ich bin der HERR.
Hes 18,4 Seht, alle Seelen sind mein! Wie die Seele des Vaters mein ist, also ist auch die Seele des Sohnes mein. Die Seele, welche suendigt, soll sterben!
Hes 18,20 Die Seele, welche suendigt, die soll sterben! Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen, und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen! Auf dem Gerechten sei seine Gerechtigkeit, und auf dem Gottlosen sei seine Gottlosigkeit!


Dass alle Seelen dem HERRN gehoeren, dies ergibt sich entsprechend der Einheit allen Daseins im das All verkoerpernden Herrn und Gott. Dieser Einheit allen Daseins hat sich naturgemaess alles Daseiende willig anzuschliessen und zu fuegen. Wer sich jedoch dem alles verkoerpernden HERRN verschliesst, beraubt sich so seiner Daseinsgrundlage, und hat sich damit selbst dem Tode preisgegeben. In seiner Gottebenbildlichkeit hat jeder Mensch das Recht und ebenso die Pflicht ueber sich selbst sowie damit ueber das Leben seiner Seele zu entscheiden. Die dabei alles entscheidende Ursuende ist aufgrund dessen die Abkehr von der Ebenbildlichkeit Gottes, welche Daseinsgrundlage ist. Und mit dem Verlust der Daseinsgrundlage kommen Untergang und Tod.

 

 

 

 

05. Die Seele ist am Leben zu erhalten   ^

 

1Mo 19,17 Und als sie dieselben hinausgefuehrt hatten, sprach er: Errette deine Seele und siehe nicht hinter dich; stehe auch nicht still in dieser ganzen Umgegend! Auf den Berg rette dich, auf dass du nicht weggerafft werdest!
1Mo 19,19 Aber siehe doch, dein Knecht hat vor deinen Augen Gnade gefunden, und du hast mir grosse Barmherzigkeit erwiesen, dass du meine Seele am Leben erhieltest. Aber auf den Berg kann ich mich nicht retten; das Unglueck koennte mich ereilen, dass ich stuerbe!
1Mo 19,20 Siehe, jene Stadt ist so nahe, dass ich dahin fliehen koennte; und sie ist klein. Ach, las mich dahin fliehen! Ist sie nicht eine kleine Stadt? Nur dass meine Seele lebendig bleibe!
 

Hes 18,27 Wenn aber der Gottlose sich abwendet von seiner Gottlosigkeit, die er begangen hat, und tut, was recht und billig ist, so wird er seine Seele am Leben erhalten.

Insoweit unser zeitliches Leben ein in jeder Hinsicht stattfindender Wandlungs- und Entwicklungsprozess ist, spiegelt die alles speichernde Seele diesen Prozess wider. Und dadurch, dass mit dem Tode die persoenliche Bilanz faellig sein muss, ob die Seele ihren Prozess fuer ihre Gottebenbildlichkeit nutzen konnte oder nicht, ist am jeweiligen Lebensende eine alles klaerende Grund- oder auch Urentscheidung der Seele erforderlich. 

Zu waehlen ist in der gerichtlichen Konfrontation mit dem HERRN (als dem universalen Selbst) das Leben oder aber der Tod, anhand einer positiven Oeffnung, oder aber einer negativen Verschliessung. Wer sich da dem ueberzeitlichen Anruf des Herrn verschliesst, der verliert damit naturgemaess sein Seelenheil als das Leben in Ewigkeit. Wer sich ihm jedoch oeffnet, der kann seine Seele auf ewig am Leben erhalten. Denn damit genuegt man seiner urgegebenen Gottebenbildlichkeit. Sie besteht demnach darin, dass man durch die eigene oeffnende Wahlentscheidung dafuer sorgt, seine Seele lebendig zu halten. Wer nun diese Urentscheidung in die Haende Gottes verlagern will, versagt deshalb in seiner Gottebenbildlichkeit, und ist damit des Todes. Denn Gott ist ja derjenige, welcher seine Seele durch sich selbst - durch eben seine oeffnende Entscheidung - ohne irgend eine fremde Hilfe am Leben erhalten kann. Gott der HERR richtet also da nicht etwa selbst. Sondern er ermoeglicht lediglich mit seinem ueberzeitlichen Anruf an die Zeitwelt die im je eigenen Reaktionsverhalten stattfindende Urentscheidung ueber Leben und Tod, wie es die Gottebenbildlichkeit verlangt.

 

 

 

 

06. Die Seele ist mehr als der Leib und besitzt Eigenstaendigkeit   ^

 

1Mo 27,19 Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener; ich habe so getan, wie du mir gesagt hast. Stehe auf, setze dich und iss von meinem Wildbret, dass mich deine Seele segne!
1Mo 27,25 Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, von deinem Wildbret zu essen, dass dich meine Seele segne! Da brachte er es ihm, und er ass; er reichte ihm auch Wein, und er trank.
1Mo 27,31 Der machte auch ein schmackhaftes Essen und trug es zu seinem Vater hinein und sprach zu ihm: Steh auf, mein Vater, und iss von dem Wildbret deines Sohnes, dass mich deine Seele segne!

Die Tatsache, dass wir in einen ueberpruefenden Abstand zu uns selbst zu treten vermoegen, weist darauf hin, dass mit dem Gewissen eine unabhaengige seelische Instanz taetig wird. Dabei geht es im Extremfall nicht nur um eine simple Handlung, sondern um eine radikal andere persoenliche Ausrichtung, mit welcher man seinem Leben eine Wendung um 180 Grad geben kann. Mit einem allzeit wachen Gewissen koennen wir deshalb uns unserer Seele getrost anvertrauen. Wenn wir einmal wieder viel zu wenig selbstkritisch sind, bringt sich unsere Seele ueber unser Gewissen in Erinnerung, z.B. um Defizite aufzuarbeiten. Denn was uns unsere Seele zu tun aufgibt, das setzen wir in der Regel auch in die Tat um, sodass es also die Seele ist, die unbewusst fuer uns alle wichtigen Entscheidungen trifft. Dementsprechend wird in den Bibelversen die Seele als die eigentliche Person angesprochen.

 

 

 

 

07. Die Seele ist Lebensprinzip und Lebenslauf   ^

 

1Mo 35,18 Als ihr aber die Seele entschwand, weil sie am Sterben war, nannte sie seinen Namen Benoni; sein Vater aber nannte ihn Benjamin.
1Koe 17,21 Und er streckte sich dreimal ueber das Kind aus und rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, las doch die Seele dieses Kindes wieder in dasselbe zurueckkehren!
1Koe 17,22 Und der HERR erhoerte die Stimme des Elia. Und die Seele des Kindes kam wieder in dasselbe, und es ward lebendig.
Hi 11,20 Aber die Augen der Gottlosen verschmachten, ihre Zuflucht geht ihnen verloren, und ihre Hoffnung ist das Aushauchen der Seele.
Ps 88,4 denn meine Seele ist der Leiden satt, und mein Lebenslauf neigt sich dem Totenreiche zu.
Jer 15,9 Die, welche sieben Kinder geboren hat, ist verwelkt; sie hauchte ihre Seele aus; ihre Sonne ist noch bei Tage untergegangen; sie ist zuschanden und schamrot geworden. Was von ihnen uebrig ist, das will ich vor ihren Feinden dem Schwerte preisgeben, spricht der HERR.

Der Mensch haucht seine Seele aus und stirbt. Das heisst, dass indem sich die Seele - aus welchen Gruenden auch immer - von ihrem zeitlichen Koerper trennt, dadurch der hintergruendig wirkende Impulsgeber fuer die Atmungsaktivitaet entfaellt. Weswegen der Tod nach wenigen Minuten mit einem Erloeschungsuebergang von weiteren Minuten eintritt. Die atmungseinstellende Aushauchung der Seele laesst nun wiederum direkt auf die Einhauchung der Seele schliessen, welche da unmittelbar nach dem Geburtsvorgang mit dem ersten selbsttaetig eigenen Atemzug sich ereignet. Seelenein- und -aushauchung markieren somit Lebensanfang und Lebensende der Person in der Zeit. Weshalb die menschliche Seele auf diese zwischenliegende Zeitspanne begrenzt ist, und dabei ihren Lebenslauf zu einer ueberzeitlich eigenstaendigen geistigen Person vergegenstaendlicht.

 

 

 

 

08. Gott verlangt fuer sich den Einsatz der Seele   ^

 

5Mo 4,29 Wenn du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, ja wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst.
5Mo 6,5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit aller deiner Kraft!
5Mo 10,12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn dass du den HERRN, deinen Gott, fuerchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebest und dem HERRN, deinem Gott, dienest mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele,
5Mo 11,13 Werdet ihr nun meinen Geboten fleissig gehorchen, welche ich euch heute gebiete, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dienet,

Indem die Lebenslauf vergegenstaendlichende Seele jene eigentliche, Herz seiende Person im Menschen ist, genuegt es Gott dem Herrn nicht, mal da oder mal dort vom Menschen bedacht zu werden. Nur die Seele - als das direkt von ihm stammende Lebensprinzip - ist in der Lage den Kontakt zu ihrem Ursprungsort,  bzw. zum HERRN, wiederherzustellen. Deswegen muss es des Menschen Seele sein, ueber die der Herr auf das Leben und Schicksal der jeweiligen Person Einfluss zu nehmen vermag. Wer sich also mit seiner Seele im Einklang befindet, der ist es dann zumeist auch mit Gott dem HERRN, und hat so den Herrn zum Kern seiner Seele, als seinem staendigen unsichtbaren Geleiter und Begleiter.

 

 

 

 

09. Man kann an seiner Seele arbeiten und sie opfern   ^

 

Jes 53,11 An der Arbeit seiner Seele wird er sich satt sehen; durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Schulden wird er auf sich nehmen.
Jes 53,12 Darum will ich ihm unter den Grossen seinen Anteil geben, und er soll Starke zum Raube erhalten, dafuer, dass er seine Seele dem Tode preisgegeben hat und sich unter die Uebeltaeter zaehlen liess und die Suenden vieler getragen und fuer die Uebeltaeter gebetet hat!

Wenn man sich zu einem personalen Umbau an sich selbst entschliesst, um so zum Beispiel aus einem unreifen gewissenlos leichtsinnigen Typen einen verantwortungsbewusst reifen Moralisten zu machen, dann geht dies nicht ohne eine Arbeit an der Seele. Zum Beispiel gibt da eine spirituelle Bekehrung dem Lebenslauf eine neue und andere Richtung, was dann direkten Einfluss auf die den Lebenslauf vergegenstaendlichende Seele nimmt. Nach dem allzeit gueltigen Prinzip von Ursache und Wirkung wird hierbei ein wechselwirkender Prozess in Gang gesetzt, der, um beim Bekehrungsbeispiel zu bleiben, so die Seele Gott dem Herrn Stueck fuer Stueck naeher bringt. Dadurch wiederum geraet die Seele vermehrt in den ebenfalls wechselwirkenden Einflussbereich des Herrn, sodass da insgesamt eine tiefgreifende seelische Veraenderung der betreffenden Person stattfinden wird. Hoehepunkt einer solchen Entwicklung waere schliesslich die widmende Opferung der eigenen Seele an das universale Selbst. Indem der HERR dieses universale Selbst selbst ist, wird mit einer solchen Handlung die Gottebenbildlichkeit verwirklicht. Denn der HERR ist schliesslich derjenige, der das schon in identischer Weise bei sich selbst so vollzogen hatte.

 

 

 

 

10. Der zeitliche Leib ist an die Seele gebunden, aber nicht umgekehrt   ^

 

Mt 10,28 Und fuerchtet euch nicht vor denen, die den Leib toeten, die Seele aber nicht zu toeten vermoegen, fuerchtet vielmehr den, welcher Seele und Leib verderben kann in der Hoelle.
Mt 16,25 Denn wer da seine Seele retten will, derjenige wird sie verlieren; wer jedoch seine Seele verliert um meinetwillen, der wird sie finden.
Mt 16,26 Denn was huelfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewoenne, buesste aber seine Seele ein? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder loese?
Mk 8,35 Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird sie retten.
Mk 8,36 Denn was huelfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewoenne und buesste seine Seele ein?
Mk 8,37 Oder was will ein Mensch zum Loesegeld seiner Seele geben?
Lk 9,24 Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele verliert um meinetwillen, der wird sie retten.
Lk 17,33 Wer seine Seele zu erhalten sucht, der wird sie verlieren, und wer sie verliert, der wird ihr zum Leben verhelfen.
Joh 12,25 Wer seine Seele liebt, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele in dieser Welt hasst, wird sie zum ewigen Leben bewahren.

Dadurch, dass die Seele generell Lebens- und Belebungsprinzip ist, ist sie von Raum und Zeit und damit vom raumzeitlichen Leib unabhaengig. Gleichwohl vergegenstaendlicht sie den raumzeitlichen Verlauf des Leibes von dessen Geburt bis zu dessen Tod. Nach modernen Computerbegriffen gleicht sie damit einem selbsttaetigen Backup-Programm, dessen Aufgabe es ist, die fortlaufend erzeugten Daten simultan abzuspeichern. Ein solches Programm ist zugeschnitten und abhaengig von seiner Daten liefernden Hardware, indem es nur auf ihr laeuft. Geht die Hardware kaputt, sind natuerlich auch alle Daten und das Programm ebenfalls futsch. Doch kann ein solcher Fall dann nicht eintreten, wenn bereits vorher schon die Hardware in das Programm integriert wurde, sodass sie zentraler Bestandteil des damit unabhaengig gewordenen Programms ist. Sodann kann die Software ihre Hardware jederzeit aus sich selbst heraus ersetzen, z.B. bei Verlust, oder sie aber bei auftretenden Fehlern erneuern. Moeglich ist sowas nur dann, wenn es die Materie (Hardware) an sich nicht gibt, und Geist und Seele (Software) das Primaere im Sein sind, wie es schon der einstige Kernphysiker Max Planck erkannt hatte

Diese Integrierung der Hardware in die Software ist deswegen vordringlichstes raumzeitliches Erfordernis von Mensch und Seele. Ohne einen solchen Vollzug versinkt die an sich unsterbliche Seele beim Tod des Leibes gewissermassen in das Nichts - salopp: Nirvana -, insofern mit dem zeitlichen Tod des Leibes die Seele ihren Wirkungsbereich verliert. Anders gesagt, ist die individuelle Seele darauf angewiesen, dass wenn sie sich selbst in der Zeit kein ewiges Refugium erzeugt hat (Hardware in der Software), dann auf ein nicht eigenes Refugium zurueck greifen muss. Fuer glaeubige Christen ist das mit dem ewigen Reich des Herrn gegeben. Siehe dazu:

Tho 070  Jesus: Was ihr in euch erzeugt, das wird euch, wenn ihr es habt, retten. Was ihr nicht in euch erzeugt, das wird euch - wenn ihr es nicht habt - umbringen.

Der Mensch hat zwingend, entweder noch zu seinen Lebzeiten oder bei seinem Ableben, im jeden und alles erreichenden Anruf Gottes mit einer Entscheidung fuer ihn, damit seine Seele an Gott hinzugeben. Erzeugt ist damit eine unzerstoerbare Verbindung von Mensch und Gott. Dadurch, dass Gott der Herr der ewig Lebendige ist, bringt die erzeugte Verbindung dem Betreffenden die Teilnahme an Leben des ewig Lebendigen. Wo keine solche Verbindung ist, kommen mit dem zeitlichem Lebensende Untergng und ewiger Tod.

 

 

 

 

11. Mit der Vollendung seiner Seele erlangt der Mensch die Allmacht   ^

 

Apg 2,27  denn du wirst meine Seele nicht im Totenreich lassen und auch nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe.
Apg 2,31  hat er in dieser Voraussicht von der Auferstehung Jesu Christi geredet, dass seine Seele nicht im Totenreich gelassen werde, noch sein Fleisch die Verwesung sehe.
1Kor 15,45  So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geiste.

Die Vollendung der Seele besteht in der sich selbst opfernden Weggabe an den Herrn, um sie dadurch von ihm neu zurueck erhalten zu koennen. Damit wurde sozusagen die Hardware in die Software aufgenommen, was erst die echte Unsterblichkeit von Mensch und Seele bedeutet. 

Der letzte Adam ist nun eben derjenige Mensch, dem genau dies gelang, der sich damit nicht nur selbst am Leben erhalten hat, sondern auch sonst alles zum Leben erwecken kann, wonach ihm der Sinn steht. Die Macht ueber das Leben und den Tod durch das schoepferische Wort ist erkennbar das Merkmal fuer die goettliche Allmacht schlechthin. Gott der Herr ist entsprechend seiner Selbstbekundungen der Erste und der Letzte, und somit in einem Kreislauf zu zwei sich schneidenden Enden als erster Adam sein Geschoepf. Und als letzter Adam ist er sich selbst sein eigener Schoepfer in einer allumfassend universalen Person. In ihm allein beginnt alles unvollendet, und in ihm allein endet auch wiederum alles vollendet. So, wie es in der unaufbrechbaren Einheit allen Seins, bzw. der universalen Person Gottes, nicht anders moeglich sein kann.

 

 

 

 

12. Erscheinungsformen der in ihrer Vollendung allmaechtigen Seele   ^

 

Mt 19,4 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schoepfer [die Menschen] am Anfang als Mann und Weib erschuf
Mt 19,5 und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen; und die zwei werden ein Fleisch sei"?
Mt 19,6 So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefuegt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Mk 10,8 und die zwei werden ein Leib sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Leib.
Tho 022) Jesus ....... Wenn ihr aus zwei eins macht; wenn ihr das Innere wie das Aeussere, das Aeussere wie das Innere und das Obere wie das Untere macht; wenn ihr Mann und Frau vereinigt, sodass der Mann nicht Mann und die Frau nicht Frau bleibt; wenn ihr mit neuen Augen seht, mit neuen Haenden handelt, mit neuen Fuessen geht und ein neues Bild aus euch macht – dann kommt ihr ins Reich. 
Tho 106) Jesus: Wenn ihr aus zweien eins macht, dann werdet ihr Soehne des Menschen. Und wenn ihr dann dem Berg befehlt, sich wegzuheben, so wird er verschwinden. 

Die Verbindung von Mann und Frau in Raum und Zeit ist natuerlich immer nur geistseelisch moeglich, weshalb das neue Fleisch bzw. der neue gemeinsame Leib eine darum neue eigenstaendige Seele von uranfaenglicher Vollkommenheit ist. Dabei handelt es sich um den ganzheitlichen Menschen mit der Faehigkeit zur Allmacht. Wo sie zum Einsatz kommt, da wird der ganzheitliche Mensch Gott, und der HERR dieser ganzheitlich Mann und Frau seiende Mensch, was den nullpunktuellen Uranfang des Daseins markiert.

Mt 28,2 Und siehe, es geschah ein grosses Erdbeben, denn ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu und waelzte den Stein von der Tuer hinweg und setzte sich darauf.
Mt 28,3 Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiss wie der Schnee.
Mk 16,5 Und sie gingen in die Gruft hinein und sahen einen Juengling zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem langen, weissen Gewand; und sie erschraken.
Lk 24,4 Und es begab sich, als sie deswegen ratlos waren, siehe, da standen zwei Maenner in strahlenden Kleidern bei ihnen.
Offb 19,11 Und ich sah den Himmel geoeffnet, und siehe, ein weisses Pferd, und der darauf sass, heisst der Treue und Wahrhaftige; und mit Gerechtigkeit richtet und streitet er.
Offb 19,14 Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weissen Pferden und waren angetan mit weisser und reiner Leinwand.
Offb 20,11 Und ich sah einen grossen weissen Thron und den, der darauf sass; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Staette fuer sie gefunden.
Offb 12,1 Und ein grosses Zeichen erschien im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Fuessen, und auf ihrem Haupte eine Krone mit zwoelf Sternen.

Die in ihrer Vollendung allmaechtige Seele verkoerpert gegenueber dem Nichts - gemaess der Einheit allen Seins - das Universum in Person, zu Gott dem Herrn als Universal- oder Weltseele. Sie kann in ihrer absoluten Selbstverfuegbarkeit jegliche Form zu unterschiedlichsten Erscheinungsweisen annehmen. Wie es die jeweilige Situation erfordert, vermag sie sich dabei auch grundsaetzlich ihrer beiden gegengeschlechtlichen Selbstseiten zu bedienen. Fuer die Durchsetzung ihres Schoepfer- und Richterwillens braucht es da naturgemaess zwingend des starken Arms des maennlichen HERRN, waehrend dagegen die Selbsthingabe an Auserwaehlte anderseitig als weibliche Braut oder fuersorgende Mutter erfolgen kann. 

In der evolutionsbedingt alles dahinraffenden mit allen Uebeln behafteten satanischen Zeitwelt - als der noch laufende Urknall - muss sich Gott der HERR seiner unverstaendigen Schoepfung gegenueber als maennlichen sowie absolut durchsetzungswilligen sowie -faehigen Herrn betaetigen. Erst in jener kehrwertig zeiterfuellten Ewigkeit wird dort Gott fast ausschliesslich als liebende hingebungsvolle Frau in Erscheinung treten koennen. Denn die Zeitwelt, mit ihrem brutalen Ueberlebenskampf allen Seins, erfordert zur Durchsetzung Gottes den unbeugsam urkraeftigen Mann, und umgekehrt die paradiesische Ewigkeitswelt der Liebe, die hier sicherlich besser geeignet geschmeidig zaertliche Frau.

 

 

 

 

Klick auf nachstehende Links um die Webseiten aufzurufen

 
       
 

Klick auf die Abbildung fuer mehr Information     -     Click on the picture for more information

^

Seele bzw. Anima - Poster    /   Wallpaper   /   Desktopscreen   /   1024 x 768   >   300 KB

Download

 

 

 

^

 

impressum